Montieri, Maremma Toskana

Posted by admin 04.01.2015 0 Comment(s) Ausflüge und Kulinarische Spezialitäten,

 

 

 

1 km vom Hotel Prategiano in der Maremma Toscana entfernt: Die Geschichte des Ortes geht zurück bis in die Zeit der Etrusker, die im 4. Jahrhundert v. Chr. begannen, Kupfer- und Silberminen in der Umgebung anzulegen. Das Gebiet gehörte zum Herrschaftsbereich von Populonia. Der lateinische Names des Ortes lautete Mons aeris (Kupferberg). 

 

Der Ursprünge von Montieri gehen auf eine etruskischen Siedlung zurück, aber die ersten eigentlichen Dokumente stammen jedoch aus dem Jahre 896, als die Region Montieri an den Bischof von Volterra verkauft wurde. Die reichen Bodenschätze wurden vom Bistum Volterra ausgebeutet. Ein Teil der Bergbaugebiete wurde im Jahre 1181 an Siena verkauft. Dies ermögliche Siena seine eigene Währung zu prägen. Die erste Erwähnung der Münze von Montieri "Der Grosso von Montieri"  finden sich in Dokumenten rund um das Jahr 1200.  

 

Gegen Ende des Jahres 1300 waren die Bodenschätze der Region fast erschöpft und die einstig mächtige Stadt steuerte ihrem Niedergang zu. Das mittelalterliche Ortsbild hat sich bis heute erhalten. Jetzt steht der mittelalterlichen Charme im Mittelpunkt der Schönheit der Montieri: Türme, kleine Gassen, das imposante Rathaus und die Kirche San Giacomo mit ihrem herrlichen Blick auf das Dorf und die umliegenden Hügel.  Aber die Hauptattraktion von Montieri ist nicht seine Geschichte, sondern die umgebende Natur. Ausgedehte  Eichen- und Kastanienwälder und eine abwechslungsreiche Vegetation laden zu Spaziergängen und langen Wanderungen, Reitferien und Urlaub mit dem Mountainbike.

 

Im 12. Jahrhundert war Montieri ein bedeutendes Bergbaugebiet und stand unter der Herrschaft des Bischofs von Volterra. Dieser ließ hier eine Grosso genannte Münze prägen. Später versuchte die Stadt Siena die Minen unter ihre Kontrolle zu bringen, da sie Silber für ihre eigene Münzprägung benötigte. 1181 kaufte Siena zunächst ein Viertel des Territoriums, 1326 fiel der Ort ganz an Siena. 1219 entstand das Breve di Montieri, eine Sammlung lokaler Gesetze. Die Urkunde ist deswegen bedeutend, weil sie als erste nicht in Latein sondern in der italienischen Umgangssprach abgefasst wurde. Im 14. Jahrhundert waren die meisten Silberminen ausgebeutet und Montieri erlebte einen Niedergang.

 

Erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden neue Erzvorkommen (Kupfer und Pyrit) entdeckt, die zur Errichtung weiterer Bergwerke führten. Das letzte Bergwerk wurde 1994 stillgelegt. Wenn Sie jetzt durch die Gassen des Dorfes gehen, können Sie die Ruhe vergangener Jahrhunderte erleben und die Spuren des Mittelalters betrachten: an den Turmhäusern bis zur Kirche San Giacomo.

 

Der wichtigste Betrieb der Gemeinde ist das geothermische Kraftwerk von Enel Greenpower. 30 % des Strombedarfs der gesamten Toskana werden Dank der Dampfquellen der Region gewonnen. Im Jahre 2014 wurde in Montieri mit der Verlegung einer Fernwärmeleitung fertiggestellt. So wird jetzt das gesamte Dorf in ökologisch mit Wärme und Warmwasser versorgt.

 

 

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